Wohnungsgeberbestätigung

Eine Vermieterbescheinigung ist Pflicht – der Mieter muss sie bei seiner Anmeldung beim Einwohnermeldeamt vorzeigen, der Wohnungsgeber ist verpflichtet sie rechtzeitig und korrekt zu erstellen. Wer dagegen verstößt oder sich zu viel Zeit bei der Ausstellung lässt, wird ein Bußgeld zahlen müssen.

Mit der Änderung des Bundesmeldegesetzes (BMG) zur Fortentwicklung des Meldewesens (MeldFortG) sind Wohnungsgeber oder dessen beauftragte Personen (Hausverwalter, Immobilienmakler, Hausmeister usw.) ab 1. November 2015 verpflichtet, den Ein- und Auszug seinem Mieter schriftlich oder in elektronischer Form zu bestätigen. Wichtig ist, dass die Vermieterbescheinigung (auch Vermieterbestätigung oder Wohnungsgeberbescheinigung) innerhalb von 14 Tagen nach Ein- oder Auszug ausgestellt wird.

Wer die Vermieterbestätigung nicht oder nicht richtig ausstellt, kann mit einem Bußgeld bis zu 1.000 Euro rechnen. Wer jemandem eine Wohnanschrift anbietet, ohne dass der Betreffende dort tatsächlich einzieht oder einziehen will, kann mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld rechnen.

Mit Hilfe der Vermieterbescheinigung möchte der Gesetzgeber „unkontrolliertes“ Umziehen und „vorgetäuschtes“ Ausziehen unterbinden. Die Bestätigung und die Sanktionen sollen Missbrauch wie bspw. Scheinanmeldungen und Sozialversicherungsbetrug einschränken und zudem die Strafverfolgung erleichtern.

Neu ist ein Auskunftsanspruch des Vermieters gegenüber dem Einwohnermeldeamt, d.h. er kann sich durch Rückfrage kostenlos darüber informieren, ob sich sein Mieter tatsächlich an- bzw. abgemeldet hat und ob ggf. weitere Personen in seiner Immobilie gemeldet sind. Umgekehrt muss der Vermieter dem Einwohnermeldeamt auf Anforderung Auskunft geben, wer bei ihm wohnt oder gewohnt hat.

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