Nachfolge
Junge Leute ins Unternehmen geholt

15.08.2019 - News

Nachfolge gesichert

Der Julian hat den Laden umgemodelt, Gott sei Dank“, erzählt Jürgen Pflugfelder, Geschäftsführender Gesellschafter der Pflugfelder-Gruppe. Und fügt hinzu: „Er hat junge Leute ins Unternehmen geholt, den Mut hätte ich nicht gehabt.“

Mit Sohn Julian Pflugfelder ist die dritte Generation im Immobilienunternehmen am Start. Angefangen hatte alles 1972, als Erich Pflugfelder nach 24 Jahren als Bürgermeister von Beihingen aufgrund der Gemeindereform in Freiberg sein Amt niederlegte und sich als Immobilienmakler selbstständig machte. Sein Sohn Jürgen Pflugfelder, gelernter Banker und studierter Immobilienmakler, war anfangs mehrere Jahre in einem Düsseldorfer Unternehmen tätig. Mit der Erkrankung des Vaters kehrte Jürgen Pflugfelder nach Freiberg zurück und stieg 1980 ins Unternehmen ein.

Nach und nach vergrößerte sich das Unternehmen, zog 1983 nach Ludwigsburg, 1994 an den heutigen Standort in der Solitudestraße am Bahnhof. Neben der klassischen Maklertätigkeit von Privat- und Gewerbeimmobilien hat Pflugfelder Immobilien frühzeitig mit der Bauträgerschaft, der Privatisierung und Sanierung von Immobilien und der Verwaltung von Miet- und Gewerbeobjekten begonnen.

Karriere als Handballer

Für Julian Pflugfelder war schon sehr früh klar, dass er ins Unternehmen einsteigen würde. Zusammen mit seiner Schwester hat er bereits seine Kindheit in den Büros verbracht. Zeitweise hätte aber auch eine Karriere als Leistungssportler im Raum gestanden. Julian Pflugfelder spielte Handball in der 2. Liga bei der SG BBM Bietigheim, wurde 2006 sogar mit der Nationalmannschaft Junioren-Europameister. Nach einer längeren Verletzungsserie war die Laufbahn des hoffnungsvollen Handballtalents allerdings beendet. „Aber alles ist immer für etwas gut im Leben“, so Julian Pflugfelder.

Er beendete sein Studium und übernahm ab 2008 bereits Verantwortung als Gesellschafter in der Unternehmensgruppe. Für zwei Jahre ging er nach Düsseldorf, in dasselbe Unternehmen, in dem schon sein Vater gearbeitet hatte. „Das waren wichtige Jahre, auch, dass ich von unserem Unternehmen mal weg war“, meint Julian Pflugfelder. „Das ist ein Findungsprozess gewesen, und am Anfang war schon Druck für mich da. Aber man lernt durch die Erfahrungen und wächst in die Verantwortung hinein“, stellt der Junior fest.

Für Jürgen Pflugfelder war es wichtig, dass sein Sohn das operative Geschäft übernommen hat, für Personal, Marketing, Digitalisierung und die berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter zuständig ist. „Es gibt sehr engagierte, junge Menschen heute, man muss ihnen aber auch Perspektiven bieten und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.“ Julian Pflugfelder schätzt an der Zusammenarbeit mit seinem Vater, dass er ihm die Freiheit gelassen habe, die Mitarbeiterstruktur nach seinen Vorstellungen umzubauen. „Das war und ist eine große Chance, etwas zu bewegen, Dinge zu verändern und selbst zu gestalten.“

Anderer Blickwinkel

Jürgen Pflugfelder unterstützt dieses Engagement: „Die alte Generation lässt oft nicht los, das finde ich ganz schlimm.“ Seine Erfahrungen und „auch mal ein anderer Blickwinkel“ sind für Julian Pflugfelder wiederum eine wertvolle Hilfe.

Die Vereinbarung von Arbeitswelt und Privatleben sei heute eine große Herausforderung. „Mein Vater hat immer gesagt, mein Job ist mein Hobby“, meint Jürgen Pflugfelder. In diesem Sinne würde er auch noch weitermachen. „Ohne Arbeit will ich nicht leben und es macht Spaß, mit jungen Leuten zu tun zu haben.“

Quelle: Bietigheimer Zeitung/SWP

Jürgen Pflugfelder und Julian Pflugfelder

Vater Jürgen Pflugfelder (links) und Sohn Julian Pflugfelder sind ein gutes Team, das von den Erfahrungen des anderen profitiert und sich Freiheiten lässt . 
© Foto: Helmut Pangerl

andere Themen

BEwertungsgutschein
Pressespiegel
© Pflugfelder Immobilien Treuhand GmbH
Konzeption, Design & Umsetzung: contenance GmbH