Pflugfelder Immobilien

„Es kommt auf jede und jeden Einzelnen an“

Support Your Locals: Im Gespräch mit Hergen Blase und Yannick Altendorfer

Unter dem Motto Support Your Locals hat die Pflugfelder Unternehmensgruppe eine Aktion ins Leben gerufen, um den Ludwigsburger Einzelhandel während der Corona-Pandemie zu unterstützen und gleichzeitig bedürftigen Familien in Form von Einkaufsgutscheinen zu helfen. Yannick Altendorfer, Regionalleiter für den Marktbereich Ludwigsburg bei der Pflugfelder Immobilien Treuhand GmbH, und Hergen Blase, Gründer und Geschäftsführer des Unverpackt-Ladens ohne PlaPla in der Lindenstraße, berichten über die Chancen dieses Projekts, die Bedeutung einer lebendigen Innenstadt und das wachsende Bewusstsein für nachhaltiges Handeln in der Gesellschaft. 

Herr Altendorfer, wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Support Your Locals-Kampagne zu starten und welche konkreten Ziele verfolgen Sie damit? 

Yannick Altendorfer: Als regional verwurzeltes Familienunternehmen pflegt die Pflugfelder Unternehmensgruppe naturgemäß eine enge Verbindung mit dem Standort Ludwigsburg. Gleichzeitig liegt es in unser aller Interesse, dass die Innenstadt auch in Zukunft lebenswert bleibt. Wir möchten mit dieser Aktion ein Zeichen der Solidarität setzen, da gerade der inhabergeführte Einzelhandel sowie die Gastronomie zu den Branchen gehören, die von den Eindämmungsmaßnahmen während der Corona-Pandemie besonders stark betroffen sind. Deshalb schenken wir im Rahmen der Kampagne allen Tippgeberinnen und Tippgebern, deren Hinweise zu einer erfolgreichen Immobilienvermittlung durch Pflugfelder führen, einen Einkaufsgutschein im Wert von 500 Euro für ihr Ludwigsburger Lieblingsgeschäft. Zeitgleich stellen wir zusätzliche Einkaufsgutscheine für den Ludwigsburger Einzelhandel zur Verfügung, die im Rahmen unserer langjährigen Partnerschaft mit dem Kinderschutzbund bedürftigen Familien zugutekommen. Aus diesen Gründen hoffen wir, dass unsere Idee positives Echo findet. 

Herr Blase, wie bewerten Sie die Pflugfelder-Aktion im Hinblick auf die Entwicklungen der vergangenen Monate, die für die Mehrzahl an Händlerinnen und Händler gewiss nicht frei von Existenzängsten waren?  

Hergen Blase: Jede Idee, die dazu beiträgt, dass die Menschen wieder mehr unterwegs sind, vor Ort konsumieren und auf diese Weise Umsätze generiert werden, die ansonsten bei den großen Online-Shops landen, ist aus meiner Sicht begrüßenswert. Ich denke, ich spreche hier im Namen aller Inhaberinnen und Inhaber von Geschäften, Gastronomien und sonstiger Gewerbebetriebe. Gerade jetzt, da sich wieder konkrete Öffnungsperspektiven abzeichnen, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es auf jeden Einzelnen ankommt, um lebendige Einkaufsstrukturen zu erhalten. Denn die Lockdown-Welle ist am keinem von uns spurlos vorübergegangen. Und das sage ich, obwohl wir als Anbieter von Lebensmitteln und Drogerieartikeln, anders als andere Kolleginnen und Kollegen, unser Ladengeschäft unter der Beachtung von Hygienemaßnahmen durchgängig offenhalten konnten. 

Wodurch zeichnet sich aus Ihrer Sicht eine attraktive Innenstadt aus? Und was können Politik und Gesellschaft dazu beitragen? 

Hergen Blase: Ich bin der Überzeugung, dass lebendige Innenstädte in erster Linie von einem guten Mix an individuellen Einzelhandelsgeschäften, ergänzt durch eine Handvoll breit sortierter Filialisten, leben. In Summe entsteht so ein Einkaufserlebnis, das den Menschen einen Mehrwert bietet. Sowohl Stadtverwaltung als auch Verpächterinnen und Verpächter von Gewerbeimmobilien tun deshalb gut daran, den inhabergeführten Betrieben genügend Spielraum einzuräumen, um gerade in Krisenzeiten kostendeckend arbeiten zu können. Unterm Strich geht es darum, eine hohe Aufenthaltsqualität sicherzustellen, damit sich die Menschen gerne und regelmäßig in den Fußgängerzonen bewegen. Hier braucht es zukunftsorientierte Konzepte, die Service und Erlebnis stimmig in Einklang bringen.  

Yannick Altendorfer: Da ich selbst in Ludwigsburg aufgewachsen bin, weiß ich die gebotene Vielfalt an Geschäften, Lokalen und Dienstleistungsbetrieben seit meiner Kindheit zu schätzen. Es wäre ein herber Verlust, wenn nur noch großen Ketten die Chance hätten, langfristig zu überleben. Vor diesem Hintergrund liegt es mir persönlich am Herzen, dass möglichst viel dieser Individualität erhalten bleibt. 

Herr Blase, mit ihrem Ladenkonzept scheinen Sie nicht nur den Zeitgeist getroffen zu haben, sondern engagieren sich auch nachweislich für Regionalität, den Fair-Trade-Gedanken und Klimaschutz. Wie kam es dazu? 

Hergen Blase: Das Thema Nachhaltigkeit begleitet mich fast schon mein halbes Leben. Bevor ich in die Selbständigkeit gegangen bin, habe ich unter anderem den Bereich Nachhaltigkeit international bei der Handelskette Kaufland aufgebaut und mich bereits seit 2007 damit befasst, bei der Zusammenstellung des Sortiments und der Ausrichtung der Unternehmenskultur an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Irgendwann habe ich jedoch erkannt, dass die Umsetzung von Maßnahmen und damit verbundene Prozesse innerhalb der vorgegebenen Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Das Konzept eines Unverpackt-Ladens bot mir schließlich die Möglichkeit, meine innere Überzeugung noch konsequenter in der Praxis zu leben und mit anderen zu teilen – und zwar ohne erhobenen Zeigefinger. Dass es gelingt, mit dieser Philosophie ein breites Publikum anzusprechen, freut mich dabei besonders.  

Und wie steht die Pflugfelder Unternehmensgruppe zum Thema Nachhaltigkeit, Herr Altendorfer? 

Yannick Altendorfer: In meiner Rolle als Regionalleiter bin ich regelmäßig im direkten Austausch mit Menschen aus allen erdenklichen Branchen und Altersgruppen. Sie alle vereint ein ständig wachsendes Bewusstsein für nachhaltiges Denken und Handeln. Das zeigt: Klimaschutz ist längst kein Trend mehr. Deshalb ist es für uns als Unternehmen selbstverständlich, unseren Teil zur Reduktion des CO2-Ausstoßes und zur Erreichung der Klimaziele beizutragen. Insbesondere im Neubaubereich ist das natürlich eine ambitionierte Aufgabe, der wir uns aber gerne und mit großer Entschlossenheit stellen. Wir gehen hier bewusst einen Schritt nach dem anderen. Dank der fortschreitenden Digitalisierung sind wir beispielsweise inzwischen heute schon in der Lage, nahezu vollständig papierlos zu arbeiten. Unser übergeordnetes Ziel ist es, bis im Jahr 2025 bereichsübergreifend CO2-neutral zu wirtschaften. Obwohl noch viel zu tun ist, sehen wir uns hier auf einem guten Weg.  

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